Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Kinder eigentlich so gerne spielen und warum es sich bei Kindern alles um ein Spiel dreht? – Die Antwort ist ganz einfach: Spielen fördert die Entwicklung.

Beim Spielen benötigt man Vorstellungskraft

Für Kinder ist das Spiel eine wichtige Aktivität, um sich auszudrücken. Es ermöglicht Kindern, den Gegenständen in ihrem Umfeld eine eigene Bedeutung zu geben und zwar nach dem Wissen, das sie bereits besitzen. V.a. das Sympbolspiel ist auch für den Spracherwerb entscheidend. Gegenstände werden nicht mehr als das verwendet, wofür sich eigentlich gedacht sind, sondern fungieren als Mittel für eine andere Bedeutung. Zum Beispiel wird ein Stück Faden als Wäscheleine eingesetzt; mit einem länglichen Baustein wird telefoniert und ein blaues Stofftuch symbolisiert den Ententeich. All das verlangt von Kindern eine Vorstellungskraft; eine Vorstellungskraft über die reale Welt, die sie anschließend im Spiel abrufen und eben mit anderen Gegenständen nachmachen oder darstellen können. Kinder lernen auch, dass eine Bedeutung flexibel ist und je nach Umfeld und Situation angepasst oder verändert werden kann. Wahrnehmung (z.B. der Faden) und Bedeutung (z.B. die Wäscheleine) werden als getrennt verstanden und ermöglichen dem Kind, nicht an die Situation gebunden zu sein. Das Kind verwendet den Faden oder ein Stück Schnur nicht nur, um etwas aufzuhängen, sondern z.B. als Wäscheleine oder als Kletterseil, weil es gerade zur Situation passt und weil es so etwas schon einmal außerhalb dieser Situation erlebt hat. Man spricht auch von Dekontextualisierung.

Das Symbolspiel ist für das spätere Lernen entscheidend

Das Symbolspiel ist gerade im Vorschulalter und im Kindergarten von großer Bedeutung. Es ist ein Vorläufer für  das spätere abstrakte systematische Lernen. Abwesende Gegenstände oder Personen können durch andere Gegenstände ersetzt oder auch nur gedacht werden. So können im Spiel Vorstellungen aufgebaut werden, die nicht nur Kontext situiert sind. Das Symbolspiel fördert also die Flexibilität und Kreativität von Kindern. Allerdings ist es nicht unbedingt so, dass ein kreatives Kind interessant und gut spielt, sondern, dass durch das Spielen diese Fähigkeit verstärkt und ausgeprägt wird. Im Umkehrschluss heißt das auch: wenn Kinder nicht spielen, dann fehlt es ihnen nicht an mangelnder Fantasie.

Spielen, insb. das Symbol- und Rollenspiel, dient allerdings auch der emtotionalen Entwicklung von Kindern. Im Spiel kann ein Kind verschiedene Zustände (Freude, Trauer, Zorn, etc.) erfahren. Es lernt über Gelingen und Nicht-Gelingen seine Fähigkeiten besser einschätzen. Durch das Kontaktbedürfnis zu anderen, das ebenfalls im Spiel ausgelebt wird, versteht das Kind das Du und das Wir. Und genau dadurch ist auch die Ich-FIndung möglich. Man kann sich selber nur abgrenzen, wenn es auch ein Gegenüber gibt.

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